Das eindeutig beste Spice Balls Spiel an diesem Wochenende wurde auf dem Leopoldauerplatz am Sonntag Nachnmittag bei böigen Wind ausgetragen. Es war auch das einzige, weil die Reserve (geplant) und die Kampf (Gegner gab w.o.) spielfrei waren. Also beste Voraussetzungen, im Spielrythmus zu bleiben und neue Spieler zu testen. Mitnichten, denn entgegen den vielen Voranmeldungen tröpfelten nur wenige Spieler ein, und auch einige der zu testenden Spieler blieben lieber zu Hause. Somit stand eher ein bunter Spice Balls Haufen auf dem Rasen, angefangen vom Trainer über einige Reservler bis hin zu 2 neuen Spielern, einem blinden Passagier und zwei Akteure aus der Kampf. Ergab zu Spielbeginn in Summe 10 Mann, de facto waren es aber nur neun, weil einer unserer Protagonisten praktisch mit dem Spielanpfiff Wadenkrämpfe bekam, welche ihn am Laufen hinderten. Der Gegner war ein 2. Klassemittelständler, der an diesem Wochenende ebenso spielfrei war. Es gibt ja verschiedenste Gründe, warum Mannschaften in der zweiten Klasse nicht wirklich ganz nach oben kommen. Der heutige Gegner zum Beispiel hat mit Sicherheit Spieler in der Mannschaft, die ohne weiters auch mindestens eine Spielklasse höher spielen könnten, er hat nur einfach viel zu wenige davon. Deshalb konnte er die Unzulänglichkeiten unserer Elf (oder halt Zehn bzw. Neun) nicht wirklich nützen, obwohl bei uns durch die zusammengewürfelte Mannschaft alles andere als ein Gefüge entstand. Der Wind spielte zudem den Spielverderber, dennoch gelang es den Gastgebern letztendlich den Führungstreffer zu erzielen. Am Spielgeschehen änderte sich dadurch eine halbe Stunde nichts, bis endlich auf unserer Seite ein Nachzügler aufs Spielfeld kam. Mit einigen guten Willen kann man jetzt von einer Steigerung bei uns berichten, der Ausgleich war dann gerecht und Gott sei Dank auch der Pausenpfiff rechtzeitig. In der Pause konnte dann der Gehmarode erlöst werden, und die österreichische Kebabarmada lief auf. Bleibt zu klären, warum dieser ein Jahrzehnt öffentlich immer rechtzeitig zum Match kommen konnte, neuerdings als Fahrzeuggewinner aber erst eine Halbzeit später auftaucht. Die Höhepunkte der zweiten Halbzeit sind schnell aufgelistet. Stereotype Angriffe der Gegner, etwas kreativere aber nicht minder erfolglose Versuche unsererseits, eine gelbe Karte für den peruanischen Bergzigeuner, der – wenn er so weitermacht, bald die letzten 4 Buchstaben seines Spitznamens heruntergemeckert hat, und die erste rote (?) Karte seit Spice Balls Gedenken. Wobei diese nur auf Grund von Ungeschicklichkeit gegeben worden sein kann, Absicht wird man dem ausrutschenden und im Fallen sich nach hinten abstützen wollenden und deshalb den von hinten Heranstürmenden den Ellbogen ins Gesicht rammenden Neuling wohl kaum unterstellen können. Ach ja, da war noch was: Aus einem der wirklich wenigen guten Spielzüge gelang auch noch der Führungstreffer. Alles in allem war dieser Nachmittag nicht mehr als ein wenig Bewegungstherapie, der Rest war unstrukturiertes Herumgerenne und ein klägliches Auftreten unserer Mischmannschaft. Zu den Neuen: Die Sturmspitze war spielerisch weitgehend unauffällig (wenn auch läuferisch durchaus ambitioniert), was sowohl positiv als auch negativ gewertet werden kann, für den rechten Verteidiger kann dieses Attribut ob seiner roten Karte nicht geltend gemacht werden, er bekommt ein “bemüht”. Und setzen.
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